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Stiftung der Sparkassen fördert Erlebnistage Abenteuer

03.09.2015 - 15:39

Sie haben mit Pfeil und Bogen geschossen, Messer geschmiedet und sind von Baum zu Baum geklettert: „Auf den Spuren unserer Vorfahren“ war das Motto des Bildungsseminars „Erlebnistage Abenteuer“. Die vier Mädchen und sechs Jungen haben dabei Beerensorten bestimmt, Steinzeitschmuck gebastelt und Hütten im Wiehengebirge gebaut. Schlafen mussten sie darin aber nicht, sie waren während der Woche im Haus Sonnenwinkel auf dem Essenerberg untergebracht.

Andreas Hoffmeier (hinten, rechts) und Thomas Ruppel (hinten, Mitte) übergaben den Scheck beim Haus Sonnenwinkel

Das Kinderhaus Wittlager Land hatte die Erlebnistage zum zweiten Mal organisiert. Im vergangenen Jahr stand die Eisenzeit im Mittelpunkt, diesmal war es eine Reise durch die Epochen der europäischen Geschichte. Bereits am ersten Tag ging es in den Hoch- und Niedrigseilgarten unweit der Familienferienstätte Haus Sonnenwinkel. Unter Anleitung der Pädagogen von „Games and Ropes“ wagten sich die Jugendlichen in schwindelerregende Höhen. „Sie haben dabei ihre Angst vergessen und sind über sich hinaus gewachsen“, freute sich Cleo Sosnowski, die die Gruppe im Wechsel mit ihrer Kollegin Sarah Peters betreute. Um den Niedrigseilparcours bewältigen zu können, müssen alle an einem Strang ziehen. Auch das habe schnell und gut geklappt.

Teamwork war gefragt

Mit KUBIKUS (kreative Umweltbildung für alle Generationen) wurden Hütten gebaut. Die Mädchen und Jungen mussten so einiges beachten, damit ihre Buden dem Wetter standhalten konnten. Um es vorweg zu nehmen: Die Hütten standen am Ende der Woche immer noch, trotz heftiger Regengüsse und Wind. Die Teilnehmer lernten unter anderem noch, wie sie Lebensmittel ohne Kühlschrank oder sonstige Hilfsmittel haltbar machen können.

Die Pädagogen von „Games and Ropes“ kennen sich derweil nicht nur im Hoch- und Niedrigseilgarten aus. Sie wissen auch, welche Möglichkeiten ein einfaches Stück Eisen bietet. Dank der mobilen Feldschmiede konnten die Abenteurer Messer anfertigen.

Gut, dass es Bäume zum Festhalten entlang des Parcours gibt

In Bad Essen entdeckten sie zudem den Weg der Sinne und wie wichtig die fünf Sinne für unsere Vorfahren waren, an der Sole-Arena wurde auf die Möglichkeit hingewiesen, Lebensmittel mit Salz haltbar zu machen. Im Zuge der Ortsrallye erwiesen sich die 11- bis 14-Jährigen als besonders pfiffig, obwohl gar nicht alle in der Gemeinde wohnen. Eine Nachtwanderung, Bogenschießen, Lagerfeuer und Feuerspucken rundeten die Erlebnistage ab. „Zwei Mädchen werden nächstes Jahr 15 Jahre alt. Sie haben schon gefragt, ob wir die Obergrenze auf 16 statt 14 Jahre festlegen können“, berichtete Cleo Sosnowski.

TV, Internet und Handys waren zwar nicht verboten. Die Teilnehmer verschwendeten aber kaum einen Gedanken daran. „Kein Wunder, bei solch einem umfangreichen und tollen Programm“, sagte Andreas Hoffmeier, Leiter der Sparkassenfiliale Bad Essen. Er hatte sich in Begleitung von Thomas Ruppel, Leiter der Marktdirektion Wittlage der Sparkasse Osnabrück, ein Bild vor Ort gemacht. Die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, 1995 von der Kreissparkasse Bersenbrück, der Kreissparkasse Melle und der Sparkasse Osnabrück ins Leben gerufen, hat die Erlebnistage Abenteuer nämlich mit mehr als 2400 Euro gefördert, so dass die Teilnahmegebühr nicht zu hoch ausfallen musste.

Im Hochseilgarten kommt es vor allem auf eine gute Absicherung an

Der Stiftungsrat der Sparkassen tagt zweimal im Jahr. „Allein in diesem Frühjahr sind Fördermittel für 35 Projekte bewilligt worden“, so Ruppel. Aufgabe und Ziel ist die Förderung von Kultur, Kunst, Jugend- und Altenhilfe, Sport, Tierzucht, Bildung, Erziehung, Wissenschaft und Forschung, Völkerverständigung, Heimatpflege und -kunde, Landschafts- und Umweltschutz sowie des Wohlfahrts- und öffentlichen Gesundheitswesens. Auch das Paritätische Jugendwerk (PJW) und der Landkreis Osnabrück hatten die Erlebnistage unterstützt.

Hoffmeier und Ruppel bedauerten, dass es solch ein Angebot nicht in ihrer Jugendzeit gegeben habe. „Wir wären sofort dabei gewesen“, waren sie sich einig. Nun ist der Zug abgefahren. Cleo Sosnowski und Sarah Peters konnten beiden keine Hoffnung machen, dass die Altersgrenze auf mehr als 16 Jahre festgelegt wird.

Die Teilnehmer verwandelten ein einfaches Stück Eisen in Messer

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Haus Sonnenwinkel
Meller Straße 3
49152 Bad Essen

Telefon: 05472 9488-0
Telefax: 05472 9488-53

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